Pressemitteilung

16. Juni 2016

Landwirte brauchen Unterstützung bei der Risikovorsorge

Martin Hahn MdL und Klaus Burger MdL: Landwirte müssen wegen der häufigen Extremwetterlagen bei der Risikovorsorge steuerlich unterstützt werden

Die Landtagsabgeordneten und agrarpolitischen Sprecher Martin Hahn (Grüne) und Klaus Burger (CDU) fordern, „dass Landwirte steuerlich unterstützt werden bei der Bildung von Rücklagen zum Ausgleich von Risiken wie etwa Hochwasserschäden“. Steuerbegünstigt sind bisher Personengesellschaften, Landwirte sind aber bisher außen vor.  „Aufgrund immer häufiger auftretender Extremwetterlagen sind Risikorücklagen für landwirtschaftliche Betriebe jedoch unverzichtbar. Dafür braucht es Anreize“, erklären Hahn und Burger.

Risikoausgleichsrücklagen sind Rücklagen, die angespart werden und im Ernstfall das Überleben der Betriebe sichern können, etwa nach Ernteausfällen infolge überschwemmter Felder. „Am morgigen Freitag wird ein Antrag des Landes Brandenburg im Bundesrat abgestimmt, der die Bundesregierung auffordert, eine steuerlich begünstigte Risikoausgleichsrücklage einzuführen. Baden-Württemberg wird zustimmen. Mit Hilfe der Risikorücklage sollen Landwirte in der Lage sein, ihre stark schwankenden Gewinne besser verteilen zu können“, erklären Hahn und Burger. „Wir brauchen steuerliche Anreize, insbesondere für kleine Betriebe, damit diese verstärkt Rücklagen bilden und sich in schlechten Jahren selbst helfen können“, sagen Hahn und Burger. Landwirtschaftliche Betriebe könnten dann, wie heute schon GmbHs, zeitlich befristet nicht versteuerte Polster bilden, mit denen sie in schlechten Jahren Verluste ausgleichen können.

Der Wetterdienst hat in den vergangenen Wochen mehr als 3000 Unwetterwarnungen herausgegeben – mehr als je zuvor in einem vergleichbaren Zeitraum. „Die Landwirte im Land leiden auch in Folge der Klimaveränderung immer öfter unter lokalen Extremwetterlagen und Unwettern. Im vergangenen Sommer waren es Trockenheit und Dürre und in diesem Jahr ist es der Starkregen, der Felder überschwemmt. Ohne finanzielle Absicherung geht das schnell an die Existenz“, so Hahn und Burger.

Nach heftigen Regenfällen stehen viele Felder im Südwesten unter Wasser. Der Starkregen und die Nässe haben hohe Schäden vor allem bei Sonderkulturen wie Erdbeeren, Gemüse, Kartoffeln oder Braugerste verursacht.