Pressemitteilung

12. Februar 2016

PM 09/2016 Bäuerliche Milcherzeuger durch Einrichtung von gemeinsamen Vermarktungsplattformen unterstützen

CDU-Agrarpolitiker mehrerer Fraktionen starten Initiative

Mit einer abgestimmten gemeinsamen Initiative in den Parlamenten wollen die CDU-Agrar­sprecher mehrerer Bundesländer faire Preise für die Erzeuger erreichen und dem Ungleichgewicht auf dem Milchmarkt begegnen.

„Wenn 85% aller Molkereiprodukte von nur 5 abgenommen werden, dann wirkt sich dieses Ungleichgewicht spürbar nega­tiv auf die Preise der Landwirte und Molkereien aus. Aus dieser Position wollen und müs­sen wir raus. Wir möchten daher den Molkereien die Möglichkeit geben, mit gemein­samen Vermarktungsplattformen der Macht des Lebensmitteleinzelhandels ein größeres Gewicht entgegen zu setzen“, so der Vorsitzende des Arbeitskreises Ländlicher Raum und Ver­brauch­erschutz, Paul Locherer MdL. 

„Die Situation der Michwirtschaft und damit auch der meisten bäuerlichen Milchviehbe­triebe ist äußerst kritisch. Der Milchpreis wird auch in diesem Jahr sinken. Hinzu kommen der Wegfall der Milchquote, das Russland-Embargo und das schwächelnde China-Geschäft. Es wird also höchste Zeit, dass wir hier etwas tun“, so Paul Locherer.

Ziel der gemeinsam erarbeiteten Initiative aus NRW, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen ist es, die Milchwirtschaft zur Kooperation bewegen, um den Familien auf den Höfen im Sinne einer bäuerlichen Milch­erzeugung Unterstützung zukommen zu lassen.

Durch die Zustimmung von Bundeswirtschaftsminister Gabriel (SPD) zur Fusion von Edeka und Tengelmann sei die Marktmacht der Discounter noch einmal vergrößert worden. 

Wenn man zukünftig Milch zu Dumpingpreisen jedoch verhindern wolle, sollten die jewei­ligen Landesregierungen gemeinsam mit den Vertretern der Milchwirtschaft über eine Bündelung des Milch-Angebots unter Ausnutzung der kartellrechtlichen Möglichkeiten nachdenken, so die Forderung der CDU-Politiker. Diese Bündelung sei der richtige Weg und könne im Ergebnis dazu führen, die Existenz der bäuerlichen Milchlieferanten zu sichern.

„Wir wollen ein Ende des ständigen Unterbietungswettbewerbs und faire und angemes­sene Preise für unsere Landwirte“, so Paul Locherer abschließend.