Pressemitteilung

21. April 2017

PM 58/2017 CDU-Fraktion mit Bundesverband der Aramäer

Aus Anlass des 4. Jahrestags der Entführung der Erzbischöfe Mor Gregorios Yohanna Ibrahim und Paul Yazigi am morgigen 22. April erinnert die CDU-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Bundesverband der Aramäer in Deutschland an das ungewisse Schicksal der beiden hochrangigen kirchlichen Würdenträger in Syrien.

Aus Anlass dieses Jahrestages hatten sich Vertreter des Bundesverbands der Aramäer in Deutschland mit Mitgliedern der CDU-Landtagsfraktion getroffen. Die Abgeordneten Sabine Kurtz MdL, Sylvia Felder MdL und Winfried Mack MdL drückten ihre Betroffenheit darüber aus, dass im Entführungsfall der Bischöfe bis heute sämtliche Bemühungen zur Freilassung erfolglos blieben. Hinweise zu ihrem Wohlergehen oder zu möglichen (Lösegeld-) Forderungen der Täter gebe es nicht. Bis heute fehle von ihnen jedes Lebenszeichen, berichteten die Verbandsvertreter.

Beide Würdenträger gelten als Verfechter der friedlichen Koexistenz von Religionsgemeinschaften und Volksgruppen in Syrien und wurden am 10. Dezember 2014, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, in Abwesenheit mit dem Menschenrechtspreis der Stadt Weimar geehrt. Erzbischof Mor Gregorios Yohanna Ibrahim veröffentlichte im Juli 2012 eine Roadmap für den Frieden in Syrien. Damit rief er zu Versöhnung, Vergebung, Dialog und Gegenseitigkeit auf, um einen Weg zu einer Beendigung der Gewalt, zur Bewahrung des einmaligen pluralistischen Gefüges der syrischen Gesellschaft und der nationalen Einheit Syriens aufzuzeigen.

Die Abgeordneten unterstützen den Bundesverband der Aramäer dabei, die sofortige Freilassung der entführten Erzbischöfe Mor Gregorios Yohanna Ibrahim (Syrisch-Orthodoxe Kirche) und Paul Yazigi (Griechisch-Orthodoxe Kirche), sowie des Jesuitenpaters Paolo Dall’Oglio und aller kirchlichen Vertreter in Syrien zu fordern.