Meldungen

7. Juli 2017

Aktuelle Entwicklungen der Deutschen Bundesbank und des Eurosystems

Zu einem Gespräch mit der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Baden-Württemberg trafen sich der AK Europa und Internationales und der AK Finanzen.

Der Vorsitzende des AK Europa und Internationales Joachim Kößler MdL betonte, dass es den Parlamentariern ein wichtiges Anliegen sei, sich in regelmäßigen Abständen aus erster Hand über die aktuellen Entwicklungen der Deutschen Bundesbank und des Eurosystems zu informieren.

Die Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Baden-Württemberg hat neben der Bargeldversorgung auch Aufgaben im Bereich der Banken- und Finanzaufsicht. Ihr unterstehen in Baden-Württemberg noch sechs Filialen die vor allem den Bargeldverkehr abwickeln. Nach einer kurzen Einführung von Bernhard Sibold, Präsident der Hauptverwaltung, der eine Übersicht in die Kerngeschäftsfelder gab, lag der Schwerpunkt der Diskussion bei der aktuellen Geldpolitik im Eurosystem. Vor allem die seit längerem bestehende Niedrigzinspolitik der EZB war für die Parlamentarier von besonderem Interesse. Der CDU-Fraktion sei es ein wichtiges Anliegen, dass die Bedenken der Sparer und Versicherer ernst genommen werden. Gerade hierzulande sei das von niedrigen Zinserträgen betroffene Geldvermögen besonders groß, so Kößler. In wirtschaftlich starken Ländern drohe dadurch auch die Gefahr von Preisblasen im Immobilienbereich. Dr. Hirsch, Leiter der Bereiche Volkswirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit betonte, dass vor allem die Länder Südeuropas noch auf die Niedrigzinspolitik angewiesen sind. Für deren Entwicklung seien mehr Investitionen und Strukturreformen nötig, um dort Wachstum und Produktivität zu steigern. Der Dialog der CDU-Fraktion mit der Deutschen Bundesbank wird im Herbst fortgesetzt.