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16. März 2017

Erhöhung der Beteiligung der EnBW an der Mannheimer MVV Energie AG ist eine gute Investition

EnBW stockt Anteil an Mannheimer MVV auf über ein Viertel auf

Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Prof. Dr. Wolfgang Reinhart begrüßt die Erhöhung der Beteiligung der EnBW an der Mannheimer MVV Energie AG. „Ich bin überzeugt davon, dass diese Investition eine Investition in die Zukunft der EnBW ist.

Dieser Schritt wird das baden-württembergische Energieversorgungsunternehmen EnBW auf seinem Wandlungs- und Anpassungsprozess stabilisieren und voranbringen. Die Veränderungen auf dem Energiesektor sind gravierend.  Wichtig ist, dass die EnBW diesen Wandel positiv gestaltet.  Die MVV ist dabei ein guter Partner. Sie ist im Bereich Erneuerbare Energien sehr gut aufgestellt ist und für das Land ein wichtiger Energieversorger.“

 

dpa-Meldung vom 16.03.2017:

EnBW stockt Anteil an Mannheimer MVV auf über ein Viertel auf 

Mehr Einfluss der Karlsruher in Mannheim: Die EnBW stockt ihren MVV-Anteil auf. Es gehe um eine rein finanzielle Beteiligung, betont sie.

Karlsruhe (dpa/lsw) - Deutschlands drittgrößter Stromkonzern EnBW baut seinen Anteil am Mannheimer Energieunternehmen MVV aus: Wie die EnBW am Donnerstag in Karlsruhe mitteilte, wird die bestehende Beteiligung von 22,48 Prozent auf 28,76 Prozent erhöht. Die Karlsruher haben so eine Sperrminorität und damit ein Vetorecht bei wichtigen Entscheidungen. Eine EnBW-Sprecherin betonte aber: «Es handelt sich um eine rein finanzielle Beteiligung.» Die nahezu vollständig in öffentlicher Hand befindliche EnBW erhofft sich nach Angaben der Sprecherin durch die Aufstockung eine «stabile Rendite».

Die Aufstockung steht noch unter dem Vorbehalt der Kartellbehörden, die erst in einigen Wochen erwartet wird. Die EnBW hat den 6,28-Anteil vom französischen Energieunternehmen ENGIE SA erworben.

Über die Höhe des Kaufpreises haben die Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart.

Die Finanzbeteiligung ist dem Deckungsvermögen für die Pensions- und Kernenergierückstellungen zugeordnet. Der Investitionsetat bleibt davon unberührt: «Es wird deshalb kein Windrad weniger gebaut», betonte die Sprecherin. Die EnBW befindet sich nach dem Atomausstieg in einem tiefgreifenden Umbau. Die Bereiche Netze, Erneuerbare Energien und Vertrieb prägen inzwischen zu über 80 Prozent das Ergebnis in dem ehemals atomlastigen Konzern.

Die EnBW verzeichnete 2015 mit mehr als 20 000 Beschäftigten einen Umsatz von 21,2 Milliarden Euro, die MVV im Geschäftsjahr 2016 (Ende September) mit 6200 Mitarbeitern 4,1 Milliarden Euro.