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19. Januar 2016

Präventionsarbeit ist wertvoll im Kampf gegen AIDS

Im Rahmen einer Vor-Ort-Aktion in Heidelberg widmeten sich die Abgeordneten der Arbeitskreise „Sozialpolitik“, „Recht und Verfassung“, „Integration“ und „Innenpolitik“ dem leider nach wie vor aktuellen Thema HIV/AIDS.

Vorstand, Geschäftsstellenleitung und Mitarbeiter des AIDS-Hilfe Heidelberg e.V. schilderten den interessierten Abgeordneten die tägliche Arbeit, die Probleme und Herausforderungen, aber auch die Erfolge bei der Beratung und der Präventionsarbeit.

Erfreulich ist die Botschaft, dass sich die Arbeit mit AIDS-Erkrankten in den vergangenen 30 Jahren immer mehr von einer „Sterbebegleitung“ zur „Lebensbegleitung“ gewandelt hat. Die Forschung der vergangenen Jahrzehnte, zunehmend erfolgreiche Präventionsprogramme und Aufklärungskampagnen sowie immer besser werdende Medikamente haben dafür gesorgt, dass die Zahl der Neuinfektionen weltweit zurückgeht. Dennoch geben die aktuellen Zahlen Anlass zur Sorge: In Deutschland sind die Zahlen der Neu-Diagnosen zuletzt wieder deutlich angestiegen.

Die aktuelle Flüchtlingswelle stellt die Präventionsarbeit durch Sprachprobleme und den unterschiedlichen kulturellen Hintergrund der vielen Flüchtlinge vor ungekannte Aufgaben. Die Finanzierung der Arbeit des AIDS-Hilfe Heidelberg e.V. ist jedes Jahr aufs Neue eine Herausforderung, da ein großer Teil des Budgets aus Spenden selbst erwirtschaftet werden muss. Einen besonderen Baustein zur Finanzierung leistet die „Sternengala“, eine Benefiz-Veranstaltung zugunsten der AIDS-Hilfe Heidelberg, die alljährlich im Theater Heidelberg stattfindet. Mit großer Besorgnis sieht die AIDS-Hilfe Heidelberg die Stigmatisierung, der sich die Erkrankten nach wie vor in vielen Lebensbereichen ausgesetzt sehen – dies betrifft nicht nur die Arbeitsvermittlung und den Arbeitsmarkt, sondern auch die medizinische und pflegerische Versorgung. Auf diesem Gebiet erhofft sich die AIDS-Hilfe Heidelberg auch Impulse aus der Politik. Der CDU-Abgeordnete Werner Raab, Mitglied des Sozialausschusses und Behindertenpolitischer Sprecher, sagte der AIDS-Hilfe Heidelberg zu, ihre Anliegen in parlamentarischen Anträgen in die nächste Legislaturperiode einzubringen.

Erfreut nahmen die Gesprächsteilnehmer den Dank an die Abgeordneten entgegen, die dem AIDS-Hilfe Heidelberg e.V. seit vielen Jahren durch persönliche Kontakte und den persönlichen Einsatz von Abgeordneten freundschaftlich verbunden sind.