Pressemitteilung

15. März 2017

PM 41/2017 Ländliche Räume sind wichtig für die Zukunft unseres Landes

Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL betonte heute (12. März) die Wichtigkeit die ländlichen Räume für eine erfolgreiche Zukunft unseres Landes und dass sich der Staat nicht aus der Fläche zurückziehen darf:

„Wir dürfen nicht vergessen: Ländliche Regionen machen rund 90 Prozent der Fläche Deutschlands aus. Mehr als 60 Prozent der Wirtschaftsleistung in unserem Land wird im ländlichen Raum erbracht und zwei Drittel der Arbeitsplätze befinden sich dort. Gerade hier ist das bürgerliche Engagement in Verbänden, Vereinen und Kirchen noch besonders stark verwurzelt und fördert die Gemeinschaft und schafft soziale Infrastruktur. Das sind eindrucksvolle Kennzeichen unserer ländlichen Räume. Doch es geht um mehr: Wenn sich der Staat zunehmend aus der Fläche zurückzieht, werden demokratische Werte nicht mehr vorgelebt. Um die Demokratie zu verteidigen, müssen wir auch dem Rückzug der stattlichen Institutionen aus dem ländlichen Raum entgegenwirken. So kann es gelingen, Antworten auf eine steigende Entfremdung vom Staat und auf vermeintlich einfache Botschaften von Populisten zu finden“, betonte Reinhart.

„Wir müssen die ländlichen Räume lebenswert erhalten. Gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Regionen zu gewährleisten, bleibt eine Daueraufgabe. Die Union steht für eine Präsenz von Staat und Verwaltung in der Fläche - sei es bei Polizei, Schulen oder Bürgerämtern. Eine moderne Verwaltung, bürgernahe Strukturen und mehr Eigenverantwortung vor Ort ergänzen einander. Starke ländliche Räume brauchen starke Kommunen. Ein zentrales Kriterium für die gleichwertigen Lebensverhältnisse ist zudem ein flächendeckendes, schnelles Internet.  Darauf sind die Menschen, die Wirtschaft und die Verwaltung gleichermaßen angewiesen. Wir müssen eine digitale Chancengleichheit in allen Regionen herstellen“, forderte Reinhart. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil für gleichwertige Lebensverhältnisse, für eine bessere Lebensqualität sei die Dorfentwicklung – Innenentwicklung gehe vor Außenentwicklung – und die Sicherung und Stärkung der Mobilität im ländlichen Raum. „An der Infrastruktur darf nicht gespart werden“, so Reinhart.

„Von zentraler Bedeutung ist beim Thema gleichwertige Lebensverhältnisse natürlich der Erhalt der Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur. Bildung und Betreuung sind für die Attraktivität der ländlichen Räume entscheidende Faktoren,  die Schulstruktur im ländlichen Raum muss erhalten werden. Für Grundschulen gilt daher nach wie vor: kurze Beine, kurze Wege. Dies bedingt und sichert zugleich flächendeckende Versorgung, Qualität und gute Angebote im öffentlichen Personennahverkehr. Hierfür muss auch die landkreisübergreifende interkommunale Zusammenarbeit weiter gestärkt werden“, forderte Reinhart.

„Doch wir dürfen den Fokus nicht nur auf die jüngsten und kleinsten in der Gesellschaft richten, wir müssen auch für die ältere Generation eine gute medizinische und pflegerische Versorgung sicherstellen. Da darf es kein Gefälle zwischen ländlichem Raum und den Ballungsgebieten geben. Sowohl Präsenzapotheken in der Fläche als auch der Ausbau des Angebots wohnortnaher Alten-und Pflegeheime und eine sichergestellte Krankenhausversorgung gehören für uns zwingend dazu“, bekräftigte Reinhart.

„Ein besonderes Markenzeichen der ländlichen Räume ist eine starke und regional verankerte Land- und Ernährungswirtschaft. Es ist wichtig, dass die Land- und Ernährungswirtschaft den regionalen Markt ebenso bedient, wie den nationalen, den europäischen und den Weltmarkt. Regionale Produkte sollen durch Agrarmarketing noch stärker als Produkte hoher Qualität etabliert werden“, hob Reinhart hervor.