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24.09.2018

Arbeitskreis Soziales und Integration zum Gespräch im Bundesgesundheitsministerium

Im Rahmen der Fraktionsklausurtagung in Berlin haben sich die Mitglieder des Arbeitskreises Soziales und Integration der CDU-Landtagsfraktion mit dem Leiter der Abteilung 5 „Digitalisierung und Innovation“ des Bundesgesundheitsministeriums , Herrn Dr. Gottfried Ludewig, zu Fragen rund um das Thema Telemedizin ausgetauscht.

Dabei betonte der Stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Arbeitskreisvorsitzende Stefan Teufel, dass Baden-Württemberg sich bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen bundesweit eine Vorreiterrolle erarbeitet habe. Das sei den vielen hochengagierten Akteuren in der Landesregierung, in den Arztpraxen und Krankenhäusern sowie bei den Krankenkassen zu verdanken, und es entspreche auch dem Selbstverständnis des „Ländles“ als Hochtechnologieregion. Als erstes deutsches Bundesland verfüge Baden-Württemberg mit „docdirect“ über ein Modelprojekt, in dem Patienten online Kontakt zu einem Arzt aufnehmen können und in dem – in geeigneten Fällen – eine abschließende Behandlung erfolgt. Um den Mehrwert für die Patienten weiter zu steigern, müssten nun bald auch die Möglichkeiten des elektronischen Rezepts und der elektronischen Kranschreibung hinzukommen.

Dr. Ludewig legte dar, dass es aus Sicht des Bundesgesundheitsministeriums zunächst darum gehen müsse, unabhängig von konkreten Anwendungen die Telematikinfrastruktur so zu gestalten, dass zeitgemäße Zugriffsmöglichkeiten für Leistungserbringer wie Patienten bestehen und eine problemlose Kommunikation – insbesondere auch der Leistungserbringer untereinander – über definierte Schnittstellen möglich wird. Dann gehe es darum, Finanzierungsfragen zu klären. Schließlich müssten die rechtlichen Rahmenbedingungen so angepasst werden, dass konkrete Anwendungen nicht nur technisch sondern auch zulässig und abrechnungswirksam durchgeführt werden können. Hier ist insbesondere an den elektronischen Medikationsplan und die elektronische Gesundheitsakte, aber auch an das elektronische Rezept und die elektronische Krankschreibung sowie an Forschungsvorhaben zu denken.

Die Beteiligten kamen überein, dass der Dialog zeitnah fortgeführt werden solle. Dann in Baden-Württemberg.