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27.04.2018

Besuch im Nationalpark Bayerischer Wald

Am 22. und 23. April 2018 besuchten die Arbeitskreise Umwelt, Klima und Energiewirtschaft den Nationalpark Bayerischer Wald, um von den Erfahrungswerten der nunmehr fast 50-jährigen Geschichte des Parks zu profitieren.

Dr. Franz Leibl, Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald stellte die Geschichte des deutschlandweit ersten Nationalparks dar, die eine Erweiterung im Jahr 1997 auf insgesamt 24.250 Hektar sowie eine enge Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Šumava  auf der tschechischen Seite beinhaltet. Dr. Leibl stellte die eindrucksvolle Entwicklung des Parks dar, die insbesondere deswegen durchgehend so erfolgreich war und ist, weil jeder der Ministerpräsidenten in Bayern sowie die CSU den Nationalpark unterstützten und vorantrieben. Auch in Zeiten, in denen die Geschichte des Parks leidvolle Erfahrungen mit sich brachte. So wurden in den 1990er Jahren große Teile des Waldes in den Hochlagen vom Borkenkäfer zerstört, was den Nationalpark nicht nur vor fachliche Herausforderungen stellte. Die damals mutige Entscheidung der Nationalparkleitung, nicht einzugreifen, stellte sich dabei als richtig heraus. Der Wald hat sich entgegen vieler Prognosen selbständig erholt und erscheint heute als naturbelassener Fichtenwald, den die Besucherinnen und Besucher lieben. Besucherinnen und Besucher liegen der Nationalparkverwaltung ehrlich am Herzen, weshalb in der sogenannten Erholungszone auch private Investitionen mit leichtem Eventcharakter, wie der Baumwipfelpfad, ermöglicht wurden. Insgesamt ist der Nationalpark im Bayerischen Wald eine Erfolgsgeschichte, die mit ständig wachsenden Besucherzahlen den Tourismus in diesem strukturschwachen Gebiet belebt und zukunftsfähig gemacht hat. Der Besuch hat gezeigt, dass es möglich ist, das Prinzip „Natur Natur sein lassen“ konsequent zu leben und trotzdem Besucherinnen und Besuchern spannende naturnahe Erlebnisse zu ermöglichen.