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19.10.2018

Dialog mit Spitzen der Hochschulmedizin

Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Prof. Dr. Wolfgang Reinhart sagt: "Wir steigen mit 400 Mio. Euro in den Abbau des Sanierungsstaus ein."

Sie sind die "Motoren des medizinischen Fortschritts" im Land: Die vier baden-württembergischen Universitätsklinika in Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm gehören bundesweit zur Spitze der Hochleistungsmedizin. Welche Hebel in Bewegung gesetzt werden müssen, um diesen Spitzenplatz zu halten - das erörterten die Leitungen der Uniklinika auf Einladung der Arbeitskreise Finanzen und Wissenschaft mit ihren Vorsitzenden Tobias Wald und Marion Gentges im Dialog mit der CDU-Fraktion.

Dabei schilderte der leitende ärztliche Direktor der Uniklinik Tübingen, Michael Bamberg, wie wichtig die zusätzlichen 400 Millionen Euro des Landes für die Sanierung der Uniklinika sind: "Das war ganz wichtig, das hat uns richtig Luft verschafft." Die Mittel reichten aber nicht, um den Sanierungsstau komplett abzubauen. Zudem seien erhebliche Investitionen in moderne Medizintechnik, IT-Infrastruktur und IT-Sicherheit sowie bauliche Erweiterungen notwendig.

Vor dem Hintergrund dieser finanziellen Herausforderungen zeigte sich Fraktionschef Reinhart skeptisch gegenüber unlängst diskutierten Ideen zusätzlicher medizinischer Fakultäten im Land. Ausbauen müsse man stattdessen die Zahl der Medizinstudienplätze. Gründe seien zum einen die demografische Entwicklung. Zusätzliche Mediziner könnten aber auch zur Sicherung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum einen wichtigen Beitrag leisten. Die Uniklinika hatten sich bereits dazu bekannt, zusätzliche Studienplätze an den bestehenden Standorten aufbauen zu können.