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Bildunterschrift (von links): Raimund Haser (CDU-Landtagsabgeordneter Kreis Wangen im Allgäu), Arnulf Freiherr von Eyb (CDU-Landtagsabgeordneter Kreis Hohenlohe), Prof. Dr. Peter Berthold (Biotop-Experte), Paul Nemeth (CDU-Landtagsabgeordneter Kreis Böblingen), Karl Rombach (CDU-Landtagsabgeordneter Kreis Villingen-Schwenningen).
09.08.2018

Die CDU-Landtagsfraktion fordert: „Jeder Gemeinde ihr Biotop“

„Jeder Gemeinde ihr Biotop“ – so lautet der Vorschlag der CDU-Landtagsfraktion um dem immer weiter fortschreitenden Insektensterben nachhaltig entgegenzuwirken. „Wir sehen dieses Projekt als eine langfristige Maßnahme für die nächsten zehn Jahre und darüber hinaus“, sagte der Vorsitzende des CDU-Arbeitskreises für Umwelt, Paul Nemeth, jetzt im Rahmen eines Treffens mit dem renommierten Biotop-Experten Prof. Dr. Peter Berthold am Bodensee.

Seit Jahren schreitet der Rückgang von Insekten und Vögeln in ganz Baden-Württemberg nahezu überall unaufhaltsam voran. Ein Zustand, der für die CDU-Landtagsfraktion auf Dauer nicht hinnehmbar ist. Um diesem Rückgang der Artenvielfalt Einhalt zu gebieten, will die Landes-CDU ihre Projektidee „Jeder Gemeinde ihr Biotop“ zeitnah auf den Weg bringen. „Der Plan der Grünen, auf das Insektensterben primär mit der Arten-Aufzeichnung durch Monitoring zu reagieren, wird der bedenklichen Entwicklung nicht gerecht. Hier braucht es jetzt schlicht Maßnahmen, für einen wirksamen Naturschutz in Form der Erhaltung von möglichst vielen Arten an möglichst vielen Orten im Land“, macht Paul Nemeth, der Vorsitzende des CDU-Arbeitskreis für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, deutlich.

Um sich ein Bild von einer bereits funktionierenden Biotop-Landschaft zu machen, besuchte der CDU-Arbeitskreis Umwelt Ende Juli auf Einladung des renommierten Biotop-Experten Prof. Dr. Peter Berthold verschiedene Biotope im Bodenseekreis.  Bei dieser Exkursion mit dabei waren auch die CDU-Landtagsabgeordneten Raimund Haser (Kreis Wangen im Allgäu), Arnulf Freiherr von Eyb (Kreis Hohenlohe), Paul Nemeth (Kreis Böblingen) und Karl Rombach (Kreis Villingen-Schwenningen). Zu einem großen Teil finanziert, geplant, gebaut und an die dort lebenden Insekten- und Vogelarten individuell angepasst werden die Bodensee-Biotope bisher im Auftrag der Heinz-Sielmann-Stiftung. „Das gemeinsame Ziel von Naturliebhabern und Politik muss es sein, in Baden-Württemberg alle zehn Kilometer ein Biotop entstehen zu lassen. Ideal wäre es, wenn es hierbei gemeindeübergreifend zu einer Art Bürgerbewegung kommen würde“, sagte Prof. Dr. Peter Berthold beim Lokaltermin mit den Vertretern der CDU-Landtagsfraktion.

Die finanziellen Mittel für das Biotop-Programm sollen dank dem von der Landesregierung beschlossenen 36-Millionen-Euro Sonderprogramm zur Erhaltung der Artenvielfalt zu rund 70 Prozent aus dem Landeshaushalt kommen und auch mit Unterstützung des Öko-Kontos gestemmt werden. Die Ökokonto-Verordnung regelt die Möglichkeit, vorgezogene Maßnahmen bei späteren Eingriffen in Natur und Landschaft als Kompensationsmaßnahmen anrechnen zu können. Auch mögliche Spenden aus der Bevölkerung für potenzielle Biotope sieht man auf Seiten der CDU-Landtagsfraktion als eine mögliche und realistische Finanzierungsunterstützung.