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15.03.2018

Digitalisierung in der Bildung

Das Thema Digitalisierung ist für uns als Regierungsfraktionen zu wichtig, um sich hier mit billiger Effekthascherei zu profilieren, wie es SPD und FDP im Vorfeld der heutigen Ausschusssitzung versucht haben.

Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Grüne Sandra Boser MdL und der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Karl-Wilhelm Röhm MdL sagten heute (15. März) zum Thema Digitalisierung in der Bildung:

 

Es geht vielmehr darum, zu klären, welche Rahmenbedingungen notwendig sind, um einen echten pädagogischen Mehrwert zu erzielen im Ansinnen, das Fachwissen und die Kompetenzen der Schüler zu stärken. Wie digitale Mittel bestmöglich genutzt werden können, um Bildungsziele zu erreichen, muss noch weiter erforscht werden. Die wissenschaftliche Evaluation der Tablet-Klassen ist noch nicht abgeschlossen. Innovation in den Bildungssystemen ist kein Selbstzweck, sondern eine Möglichkeit, die Qualität und Inklusivität im Bildungsbereich zu erhöhen. Der Aktionsplan Digitale Bildung (Drucksache 16/3543) weist eindeutig darauf hin.

Hier müssen wir etwa das Thema Lehreraus- und -fortbildung in den Blick nehmen. Dafür reicht es nicht aus, wenn wir mit den kommunalen Landesverbänden und der Arbeitsgemeinschaft der Freien Schulen ins Gespräch kommen. Vielmehr braucht es einen breit aufgestellten Dialog. Dazu gehören bspw. die Expertise aus Wissenschaft und Forschung aber auch die Einbeziehung der Vertreter von Lehrern, Schüler- und Elternschaft.

Eine echte Digitalisierungsoffensive endet nicht bei der technischen Ausstattung der Schulen.

Grundsätzlich ist anzumerken, dass die sächliche Ausstattung der Schulen eine originäre Aufgabe der Schulträger ist (siehe DS 16/3389). Gleichwohl möchten wir mit den Schulträgern in einen gemeinsamen Dialog zur Gestaltung der Rahmenbedingungen eintreten. Mit der Ablehnung der heutigen Anhörung möchten wir nicht den Eindruck erwecken, das Land ziehe sich aus der Verantwortung zurück. Im Gegenteil: Mit dem Programm digital@bw sorgt die Landesregierung für die Anbindung der Schulen an das schnelle Internet. In Kooperation mit dem Bund erfolgen die Schulbausanierung und die digitale Ertüchtigung der Schulgebäude (zukünftiger DigitalPakt). Die Tablet-Projektklassen mit wissenschaftlicher Begleitung arbeiten und die Implementierung nebst Evaluation einer Lernplattform steht bevor.

Im Übrigen: Die Regierungsfraktionen hatten SPD und FDP angeboten, eine Anhörung im Mai durchzuführen. Dieses Angebot wurde als Hinhaltetaktik ohne Sachgründe abgelehnt.