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Von links: Dr. Patrick Rapp MdL, Konrad Epple MdL, Manuel Hagel MdL, Klaus Burger MdL.
31.10.2018

Ein Keltenkonzept für jedes Alter auf der Heuneburg

Der Arbeitskreis „Ländlicher Raum und Verbraucherschutz“ hat am 30. Oktober 2018 gemeinsam mit Minister Peter Hauk MdL das Freilichtmuseum Heuneburg besucht. im Fokus standen die Erwartungen vor Ort an das geplante Keltenkonzept.

Die Heuneburg im Landkreis Sigmaringen ist eine der wichtigsten Keltenfundstätten in Deutschland und es ist der CDU-Landtagsfraktion schon seit Jahren ein Anliegen, dass diese ein Leuchtturmprojekt des Landes wird. Es wurde daher allgemein begrüßt, dass Ministerpräsident Kretschmann das Potential auch erkannt hat und die Entwicklung eines Keltenkonzepts nun von der Landesregierung angegangen werden soll.

Die Abgeordneten wurden von Herrn Prof. Dr. Dirk Krausse vom Landesamt für Denkmalpflege begrüßt. Er gab zu Beginn einen kurzen Überblick über die Entwicklung des Freilichtmuseums und die Ausgrabungen in der näheren Umgebung. Sodann wurde die Gruppe unter seiner Leitung durch die Anlage geführt und über die Geschichte der vorhandenen Gebäude und der weiteren Ausstellungstücke, aber auch über die derzeit laufenden Ausgrabungen in der Umgebung, informiert.

Nach dieser Besichtigung führte der zuständige Wahlkreisabgeordnete und Mitglied des Arbeitskreises Klaus Burger MdL kurz in die Thematik ein und bekräftigte den Wunsch des Arbeitskreises sowie des Ministers durch den Besuch wichtige Impulse aus der Region mitnehmen zu können. Vor dem Hintergrund des bisherigen Einsatzes für das Projekt ist es der CDU-Fraktion ein besonderes Anliegen, die Erarbeitung des Konzepts konstruktiv zu begleiten. Der Arbeitskreis sieht es dabei als unerlässlich an, dass neben einer guten Verkehrsanbindung auch ein ausgereiftes pädagogisches Konzept sowie ein Vernetzung mit anderen touristischen Zielen in der Region einbezogen werden. Unerlässlich ist es dabei auch, die Menschen vor Ort mitzunehmen und in die Prozesse einzubeziehen.

Diese Einschätzung wurde auch von den Vertretern aus der Region geteilt. Deren klarer Wunsch war es, dass es sich um ein tragfähiges, nachhaltiges Konzept unter Einbezug des Vorhandenen handelt und sich das Land nicht auf eine einmalige Bereitstellung von Mitteln beschränkt. Mit Blick auf ein mögliches pädagogisches Konzept wurde angeregt, dieses so aufzubauen, dass unterschiedliche Altersgruppen angesprochen werden. So könnten Angebote entwickelt werden, die kleineren Kindern die Möglichkeit bieten durch praktische Erfahrungen Zugang zu der Thematik zu finden, während beispielsweise ein anderes Angebot der gymnasialen Oberstufe die Möglichkeit bieten könnte, Einblick in die wissenschaftliche Arbeit zu erhalten.

Neben diesen Angeboten sollten aber auch weitere Ideen entwickelt werden, so dass ein Besuch für die ganze Familie lohnend wäre. Vor diesem Hintergrund sei eine Zusammenlegung von Freilichtmuseum, Ausgrabungsstätten und Erlebniswelt notwendig. Ein weiteres zentrales Anliegen war den beteiligten Akteuren, dass die Konzeption den Gegebenheiten vor Ort angepasst wird und die sich schon bisher stark engagierenden Vereine, Aktionsgruppen etc. mitgenommen werden.

Minister Hauk machte deutlich, dass die vorgetragenen Wünsche und Anregungen für ihn sehr wichtig seien und er diese für die weiteren Beratungen mitnehmen werde.

Auch vonseiten des AK Ländlicher Raum und Verbraucherschutz wurde zugesagt, die Erwartungen und Vorschläge aus der Region aufzugreifen und sich dafür einzusetzen, dass diese auch Eingang in die Beratungen finden.

Zum Abschluss bedankte sich der AK-Vorsitzende Dr. Patrick Rapp MdL für die Ermöglichung des Gesprächs und machte nochmals die Bedeutung solcher Projekte für den Ländlichen Raum deutlich. Sie tragen dazu bei, die ländlichen Regionen zu stärken und vor allem auch attraktiv zu halten. Dies sei ein wesentliches Anliegen des Arbeitskreises.