Meldungen

17.05.2018

Fabian Gramling im Gespräch mit der Bundesvorsitzenden der Jungen Unternehmer

„Wir halten den Austausch und das gegenseitige Verstehen zwischen Politik und Wirtschaft für essentiell wichtig. Gerade deshalb war es uns ein besonderes Anliegen ins Gespräch zu kommen“, sagen der arbeitsmarktpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Fabian Gramling und die Bundesvorsitzende der Jungen Unternehmer Sarna Röser, nachdem sie sich in Stuttgart über die aktuelle wirtschaftliche und politische Lage in Baden-Württemberg ausgetauscht hatten. Im Mittelpunkt standen vor allem die für die Zukunft wichtigen Rahmenbedingungen für Familienunternehmen in Baden-Württemberg.

Der starke Mittelstand bildet das Fundament für den Wohlstand in Baden-Württemberg. Daher müssen wir vor allem unsere kleinen- und mittleren Unternehmen, die massiv Arbeitsplätze im Land schaffen, im globalisierten Wettbewerb mit den passenden Rahmenbedingungen unterstützen. Die Infrastruktur vor Ort muss zum Wettbewerbsvorteil werden“, so Gramling. Passende Rahmenbedingungen seien für Sarna Röser vor allem der flächendeckende Ausbau des Glasfasernetzes oder ausreichend arbeitsplatznaher Wohnraum.

„Die Grundlage für die Digitalisierung unserer Unternehmen ist das Glasfaserkabel. Wenn ein ausreichender Breitbandanschluss nicht vorhanden ist, bleibt den meisten nichts anderes übrig als den eigenen Standort zu verlagern. Solch ein Vorgang ist weder im Interesse der Wirtschaft, noch der Politik“,  sagt Röser. Gramling betont, dass in der Vergangenheit zu wenig getan worden sei. Er sei aber zuversichtlich was die Zukunft angeht. „Das Land und allen voran Innenminister Strobl leisten eine echte Kraftanstrengung und haben den Gigabit-Ausbau mit einer Rekordfördersumme von rund 500 Millionen Euro in dieser Legislatur zu einem Schwerpunkt der Regierungsarbeit gemacht“, lobt Fabian Gramling. Das ehrgeizige Ziel sei es den Menschen und Unternehmen in Baden-Württemberg bis 2025 flächendeckendes Internet zur Verfügung zu stellen. Röser und Gramling erinnerten aber auch daran, dass man die kleinen- und mittleren Unternehmen – speziell aus der Handwerksbranche – beim digitalen Wandel mitnehmen müsse. „Die Auftragsbücher sind derzeit voll. Damit das auch in Zukunft so bleibt, darf die Digitalisierung des eigenen Unternehmens nicht vergessen werden“, sind sich die Bundesvorsitzende und der Abgeordnete einig. Womöglich sei hierbei auch ein „kleiner Schubser“ von Seiten der Politik notwendig.

Ein weiterer absolut wichtiger Standortfaktor für Baden-Württemberg sei die Versorgung mit Wohnraum. „Viele Unternehmen suchen derzeit händeringend nach Fachkräften. Diese sind leider nicht immer direkt um die Ecke zu finden. Daher muss die Möglichkeit des Zuzugs aus anderen Regionen Deutschland oder Europas in die Ballungsräume und Wirtschaftszentren Baden-Württembergs gegeben sein“, fordert Röser. Die erntet Zustimmung von Fabian Gramling: „Natürlich leben wir bereits heute in einem dicht besiedelten Land. Dennoch brauchen wir vor allem an den Wirtschaftsstandorten ausreichend Wohnraum. Das ist derzeit nicht gegeben.“ Eine Lösung für Baden-Württemberg sehe er vor allem in einer Novellierung der Landesbauordnung, auf welche die CDU-Fraktion im Landtag und die Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut derzeit drängen würden. „Die LBO in ihrer aktuellen Fassung verteuert das Bauen massiv. Dabei geht es mir nicht nur um den Standortfaktor für unsere Unternehmen, sondern vor allem auch um junge Familien, die sich das Eigenheim derzeit  nur schwer leisten können“, so Gramling. In diesem Zusammenhang forderte Fabian Gramling auch eine Diskussion um die Senkung der Grunderwerbssteuer. Um junge Menschen und Familien im Land zu stärken, sei er für den Wegfall der Grunderwerbssteuer beim Ersterwerb von Wohneigentum.

Zur Person:

Sarna Röser (30) studierte Internationale Betriebswirtschaft in Stuttgart und an der Northumbria University in Newcastle. Nach ihrem Studium stieg sie 2009 in die elterliche Social Angels Stiftung als Vorstandsmitglied mit ein. Sarna Röser ist Mitglied der Geschäftsleitung und Prokuristin der Röser FAM GmbH & Co. KG und Nachfolgerin des 1923 gegründeten Familienunternehmens Zementrohr- und Betonwerke Karl Röser & Sohn GmbH. Seit März 2018 ist sie Bundesvorsitzende des Verbands DIE JUNGEN UNTERNEHMER.