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08.06.2018

Gedankenaustausch mit Freien Berufen

Am 6. Juni 2018 trafen sich Vertreter des Landesverbandes der Freien Berufe mit Fraktionsvorsitzendem Prof. Dr. Reinhart und weiteren Vertretern des Vorstands der CDU-Landtagsfraktion zu einem Gedankenaustausch. Im Vordergrund standen dabei die Themen Digitalisierung, Datenschutz, Fachkräftesicherung und Geldwäschegesetz.

Beim Thema Digitalisierung haben die Vertreter der Freien Berufe ausdrücklich die Digitalisierungsstrategie des Landes und die damit verbundenen Beteiligungsprozesse, wie zum Beispiel die "Initiative Wirtschaft 4.0", begrüßt. Sie halten diese zur besseren Vernetzung aller Branchen und zur Bewältigung der zukünftigen digitalen Aufgaben für ein geeignetes und gutes Instrument.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs wurde der in allen Branchen bestehende Fachkräftemangel als große Herausforderung der kommen Jahre thematisiert und über mögliche Maßnahmen diskutiert. Insoweit unterstützten die Vertreter der Freien Berufe den Vorstoß der CDU-Landtagsfraktion, die Zahl der Medizinstudienplätze um 10 Prozent zu erhöhen. Zugleich wiesen sie darauf hin, dass die Verfahren zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse weiter beschleunigt werden müssten. Mit Blick auf die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte bestand Einigkeit, dass diese in einem Fachkräfteeinwanderungsgesetz geregelt werden muss und im Asylrecht falsch verortet wäre.

Weiteres wichtiges Thema im Rahmen des Gesprächs war das Spannungsverhältnis zwischen der Wahrung des Berufsgeheimnisse und der Beachtung der Datenschutzgrundverordnung. Da viele freie Berufe ohnehin Berufsgeheimnisträger seien, stelle die uneingeschränkte Anwendung der Datenschutzgrundverordnung vielfach eine übermäßige bürokratische Belastung dar. Zudem haben die Vertreter wertvolle Verbesserungsvorschläge im Zusammenhang mit der Umsetzung des Geldwäschegesetzes gegeben.