Meldungen

29.05.2018

Härteres Vorgehen gegen Hooligans

Der Innenpolitische Sprecher und stellv. Fraktionsvorsitzende Thomas Blenke MdL:

Die Vorschläge von CDU-Generalsekretär Manuel Hagel sind zu begrüßen. Darüber hinaus sind insbesondere Stadionverbote ein wirksames Mittel, um Gewalttäter von Fußballspielen fernzuhalten. Die Vereine und Verbände sollten zu diesem Mittel nicht zu spät greifen. Für besonders schwere Fällen und bei Wiederholungstätern sollte auch die Möglichkeit lebenslanger Stadionverbote geschaffen werden. Solche Hooligans haben durch ihre wiederholten Straften hinreichend unter Beweis gestellt, dass es Ihnen eben nicht auf den Sport sondern auf die Gewalt ankommt. Wünschenswert ist auch, dass die Gerichte im Rahmen ihres Ermessens häufiger von Ihrer Möglichkeit Gebrauch machen, bei Gewalttätern ein Fahrverbot zu verhängen. Dieses tut oft mehr weh, als eine Geldstrafe und entfaltet daher eine höhere Abschreckungswirkung.

dpa-Meldung:

CDU-Generalsekretär fordert härteres Vorgehen gegen Hooligans

 

 

bwg0034 4 pl 211 lsw 1915

Kriminalität/Baden-Württemberg/Deutschland/Fußball/
CDU-Generalsekretär fordert härteres Vorgehen gegen Hooligans
(Foto - aktuell vom 28.5.) =

Stuttgart (dpa/lsw) - Nach den schweren Krawallen bei einem
Fußballspiel in Mannheim fordert CDU-Landesgeneralsekretär Manuel
Hagel ein härteres Vorgehen gegen Hooligans. Schon die Zugehörigkeit
zu solchen Gruppen, das maskierte Auftreten als Hooligan und das
Mitführen und Zünden von Pyrotechnik auf Großveranstaltungen müsse
mit aller Härte bestraft werden - notfalls mit einem speziellen
Straftatbestand. Hagel forderte am Dienstag in Stuttgart auch ein
europäisches Register mit allen Straftaten und Anhängern der Szene.

Bei Ausschreitungen beim Relegations-Rückspiel um den Aufstieg in die
3. Liga zwischen Waldhof Mannheim und dem KFC Uerdingen waren am
Sonntag 45 Menschen verletzt worden, darunter sechs Polizisten. Es
gab nach Polizeiangaben vom Montag zehn Festnahmen und 24
Strafanzeigen. Das Spiel war wegen der Krawalle abgebrochen worden.

Hagel bezeichnete Hooligans als «Terroristen in unseren Stadien». Sie
seien kleingeistig, unberechenbar und gemeingefährlich.
«Hooliganterror ist die Pest für unsere Sportbegeisterten, unsere
Familien und unsere Vereine», sagte der CDU-Politiker. Er nehme
massive und lebensbedrohliche Züge an. «Unser Rechtsstaat muss den
Sport, seine echten Fans und Unterstützer, die Menschen in unserem
Land, vor diesen Kriminellen bedingungslos schützen.»

Wie ein Sprecher der Polizei sagte, gibt es bei Ausschreitungen in
Stadien schon diverse mögliche Straftatbestände. Dazu gehören etwa
Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz, Widerstand gegen
Vollstreckungsbeamte, Landfriedensbruch, Körperverletzungen,
Beleidigungen und Sachbeschädigungen. Grundsätzlich sei in
Fußballstadien keine Pyrotechnik erlaubt.

# Notizblock

## Orte
- [Carl-Benz-Stadion](Theodor-Heuss-Anlage 20, 68165 Mannheim,
Deutschland)
- [CDU-Landesgeschäftsstelle](Heilbronner Str. 43, 70191 Stuttgart,
Deutschland)

dpa bg yysw n1 lan
291217 Mai 18