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v.l.n.r.: Herrn Dr. Maurer (Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart), Frau Abg. Martin MdL, Herrn Gnädig (Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg), Frau Hodel (Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg), Frau Abg. Hartmann-Müller MdL, Herrn Abg. Teufel MdL, Frau Abg. Neumann-Martin MdL, Frau Dr. Kellmayer (Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart), Herrn Stöffelmaier (Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg).
11.09.2018

Im Gespräch mit dem Netzwerk Alter und Pflege der Caritasverbände

Der Arbeitskreis Soziales und Integration der CDU-Landtagsfraktion hat Vertreter des Netzwerks Alter und Pflege in den Caritasverbänden der Diözese Rottenburg-Stuttgart sowie der Erzdiözese Freiburg zu einem Austausch in Stuttgart empfangen.

Grundlage des Gesprächs war die vom Netzwerk entwickelte Resolution gegen Versorgungsengpässe und für einen Systemwechsel in der Pflege. Entlang dieser wurde erörtert, wie die Pflegestrukturen im Land zukunftsfest weiterentwickelt werden können. Dabei standen sowohl landes- als auch bundespolitische Maßnahmen im Fokus.

Der Befund ist eindeutig: Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen, die keinen Platz in einer stationären Einrichtung finden oder deren Versorgung durch einen ambulanten Pflegedienst abgelehnt werden muss, nimmt zu. Zudem mangelt es ganz erheblich an Plätzen in der Kurzzeitpflege. „Dieser Entwicklung wollen wir entgegentreten. Hierzu bedarf es eines Bündels von Maßnahmen auf Landes- und Bundesebene. Angesichts dessen werden wird das Thema auch mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erörtern, der in der nächsten Woche bei unserer Klausurtagung in der Fraktion zu Gast sein wird“, erklärte der Arbeitskreis-Vorsitzende und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Stefan Teufel. Entscheidend sei, die Attraktivität des Pflegeberufs zu erhöhen und so mehr Menschen in den Beruf zu bringen und gleichzeitig die heutigen Fachkräfte länger im Beruf zu halten. Zudem sprach Teufel sich für Einführung eines verpflichtenden allgemeinen Dienstjahres für alle jungen Männer und Frauen aus.

Die Vertreter der Caritasverbände wiesen darauf hin, dass auch die Finanzierungs- und Leistungssystematik der Pflegeversicherung angepasst werden müsse, weil Kostensteigerungen derzeit allein zu Lasten der pflegebedürftigen Menschen und der Sozialhilfeträger gingen. Insoweit sei eine Deckelung des Eigenanteils erforderlich.

Stefan Teufel sicherte dem Netzwerk zu, diesen Gedanken aufzugreifen.

Die Gesprächspartner waren sich einig, dass der Dialog fortgesetzt werden solle.