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13.04.2018

Innovative Lösungen und eine Stärkung der Infrastruktur sind wichtig für die Luftreinhaltung!

Dr. Albrecht Schütte MdL, stellv. Vorsitzender des Arbeitskreises Verkehr, am 12.04.2018 im Landtag von Baden-Württemberg.

"Dank der Politik, dem Ausbau des ÖPNV und der technischen Entwicklung in der Autoindustrie ist es gelungen, den Feinstaubgrenzwert klar einzuhalten. Selbst am Neckartor werden die Anzahl der Feinstaubtage dieses Jahr vielleicht nicht mehr gerissen. Die Schlagzeile „Luft in Stuttgart und im Land so sauber wie seit Jahrzehnten nicht mehr“ ist vielleicht nicht reißerisch, sie macht keine Angst, aber dafür ist sie etwas anderes: faktisch, sachlich und wissenschaftlich richtig.

Was die Gesundheitsgefährdung durch Schadstoffe betrifft, so ist diese für Feinstaub – zumindest halbwegs – nachgewiesen. Für Stickoxide ist der Nachweis – freundlich formuliert – unklar. Es wird nämlich schlicht die Lebenserwartung von Menschen an Stellen mit hohem Stickoxid, wie am Neckartor, mit denen an anderen Orten verglichen. Inzwischen rechnet man wenigstens die Raucherquote, die Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten mit ein. Der gleichzeitig vorhandene Feinstaub ist aber viel gravierender als der Effekt der Stickoxide. Wenn also jemand sagt: „Es gibt Tausende von Toten durch Stickoxide“, dann zeigt er damit nicht, dass es eine Gesundheitsgefährdung gibt, sondern dass er von Statistik keine Ahnung hat. Natürlich gehen wir aber auch hier mit den Werten so weit runter, dass wir die EU-Normen erfüllen: knapp 60 % Reduktion des Ausstoßes gegenüber 1990 und nur noch wenige Messstellen, an denen der EU-Jahresmittelwert überschritten wird. Allein mit der weiterlaufenden Neuerung der Fahrzeugflotte und den versprochenen Softwareupdates würden 2019 nur noch wenige Messstellen in wenigen Städten in unserem Land die Grenzwerte reißen.

An dieser Stelle ganz kurz etwas zur Dieselnorm: Es mag gute Gründe geben, ein Elektromobil zu kaufen. Seit Einführung der Euronorm 6d zählt das Argument Stickoxid sicherlich nicht mehr dazu. Denn der Diesel ist jetzt so sauber, dass man damit alle diese Grenzwerte einhalten kann."