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06.12.2018

Land fördert Pflegeazubis, die Unterstützung benötigen

Die pflegepolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Sabine Hartmann-Müller MdL, freut sich über das Programm zur Förderung der assistierten Ausbildung in Pflegeberufen.

Am 3. Dezember hat die grün-schwarze Landesregierung bekanntgegeben, rund 2,4 Mio. Euro in die assistierte Ausbildung in Pflegehilfeberufen (Ausbildung zum/r Alltagsbetreuer/in und Pflegehelfer/in) zu investieren, wobei 400.000 Euro aus Landesmittel stammen. Die restlichen 2 Mio. Euro kommen aus dem Europäischen Strukturfonds (ESF) der EU.

„Oftmals zögern Einrichtungen bei ihrer Suche nach Auszubildenden, Bewerberinnen und Bewerber mit erkennbar erhöhtem Förderbedarf einzustellen. Hier bietet sich die Ausbildungsassistenz als Lösung an. Sie bewährt sich seit vielen Jahren in der dualen Ausbildung. Mit dem Förderprogramm in Höhe von 2,4 Mio. Euro greifen wir dieses Prinzip, einer durch Sozial- und Beratungsmaßnahmen flankierten Ausbildung auf. So unterstützen wir gezielt junge Menschen, die sich für eine Ausbildung in der Pflege interessieren, aber auf zusätzliche Unterstützung angewiesen sind“.

Das ESF-Förderprogramm Assistierte Ausbildung für Berufe der Pflegehilfe und Alltagsbetreuung (ESF-APA plus) sieht Hartmann-Müller auch vor dem Aspekt des Pflegefachkräftemangels positiv: „Überall in Baden-Württemberg besteht im Pflegebereich ein großer Personalbedarf. Mit dem Förderprogramm leistet die von Grünen und CDU geführte Landesregierung einen wichtigen Beitrag, dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegenzuwirken“. 

Hintergrund:

Pflegehilfeberufe umfassen den Beruf der Alltagsbetreuerinnen und -betreuer sowie den der Pflegehelferinnen und -helfer. Zu den Tätigkeiten der Alltagsbetreuer zählen Beschäftigungsangebote wie Spazierengehen oder gemeinsames Kochen. Die Ausbildung dauert zwei Jahre. Zu den Tätigkeiten der Pflegehelfer zählen etwa die Grundpflege der Senioren, ihre Betreuung und die hauswirtschaftliche Versorgung. Die Ausbildung dauert ein Jahr.

Nach einer abgeschlossenen Ausbildung haben Alltagsbetreuer und Pflegehelfer die Möglichkeit, mit der Ausbildung zur Pflegefachkraft zu beginnen. 

Die seit Mitte 2016 laufenden ESF-Vorgängerprojekte zur Förderung der assistierten Ausbildung in den Pflegehilfeberufen haben gezeigt, dass sie sich in der Praxis bewährt: 60 von insgesamt 389 Teilnehmenden haben die Projekte bereits durchlaufen, 73 Prozent von ihnen waren nach dem Austritt in Aus- oder Weiterbildung oder Beschäftigung. 40 Prozent der Teilnehmenden sind Männer, 13 Prozent über 25 Jahre. 67 Prozent der Teilnehmenden haben Migrations- und viele davon einen Fluchthintergrund. Für viele steht der Weg in eine Pflegefachkraftausbildung offen.