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07.11.2018

PM 155/2018 Wolfsabschuss muss bei Gefahr möglich sein

Naturschutzpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Raimund Haser MdL sagte heute (7. November) zu möglichen Wolfsabschüssen

„Die CDU-Fraktion begrüßt den Vorstoß des Umweltministeriums gegenüber der EU-Kommission, den Ausnahmetatbestand der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (EU-Naturschutzrichtlinie) in Bezug auf die Tötung von Wölfen pragmatisch und realitätsnah auszulegen. Die CDU-Fraktion ist schon seit längerem der Auffassung, dass es einen absoluten Schutz des Wolfes zu Lasten anderer Schutzgüter nicht geben kann.

Dem Wolf als streng geschützte Art stehen andere geschützte Pflanzen und Tiere entgegen, die bei einer Aufgabe der Beweidung dieser Flächen verloren gehen. Diese Gefahr besteht ganz konkret, da insbesondere kleine Schafhaltungsbetriebe nicht in der Lage sind, den enormen zeitlichen und finanziellen Aufwand zum Schutz ihrer Tiere vor Wölfen aufzubringen. Wir sind dankbar, dass das Umweltministerium nun Farbe bekennt und sich zur Frage einer Gewichtung der abzuwägenden Interessen äußert. Niemand hat ein Interesse daran, Wölfe pauschal aus Baden-Württemberg zu verbannen. Es muss aber Gebiete geben, in denen sie aus naturschutzfachlichen Gründen nicht erwünscht sind.

Die CDU hatte bereits auf ihrem Landesparteitag am 21. und 22. September 2018 in Rust mit einem Beschluss ‚Maßnahmenplan zum Umgang mit dem Wolf‘ gefordert, dass es insbesondere in Gebieten mit ausgeprägter Weidetierhaltung keine Duldung des Wolfs geben könne. Eine Entnahme müsse dort rechtssicher und nach klaren Kriterien möglich sein.“

Anlage:

Aktuell eingebrachter Antrag CDU-Fraktion „Der Wolf in Baden-Württemberg: Wie kann ein Nebeneinander gelingen?“