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21.11.2018

PM 164/2018 Neugründung eines Instituts des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) Ulm

Vorsitzender CDU-Landtagsfraktion Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL sagte heute (21. November) zur Neugründung eines Instituts des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) Ulm:

„Ein neues Institut für Quantentechnologie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) kommt nach Ulm. Damit schaffen wir einen neuen Leuchtturm der Raumfahrtbranche im Land. Die dort erarbeiteten Schlüsseltechnologien werden sich auf viele andere Branchen des Landes auswirken. Ich möchte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL ausdrücklich danken für ihren intensiven Einsatz zu Gunsten einer DLR-Institutsgründung in Ulm.  

Der Bund fördert das neue Institut einmalig mit 10 Millionen Euro sowie weiteren 10 Millionen Euro jährlich. Das Land steuert einmalig ebenfalls 10 Millionen Euro sowie weitere 1,11 Millionen Euro jährlich bei. Der Bundestag hat der Finanzierung bereits zugestimmt. Jetzt sind wir an der Reihe. Dazu müssen die im Nachtragshaushalt für das Institut eingeplanten Mittel von bislang 3,5 Millionen auf rund 10 Millionen Euro erhöht werden. Wir setzen uns für die Einstellung dieser Mittel im Nachtrag ein.“  

Hintergrund:

Quantenphysikalische Effekte haben bahnbrechende Entdeckungen und Erfindungen wie den Laser, die Satellitennavigation und die gesamte Mikroelektronik ermöglicht. Die sich derzeit dynamisch entwickelnde „zweite Generation“ der Quantentechnologien wird wieder ein enormes Potenzial für grundlegende Innovationen in vielen Technologiefeldern erschließen.  

Das neue Rahmenprogramm Quantentechnologien der Bundesregierung sieht als ein Element die Einrichtung eines anwendungsorientierten DLR-Instituts am Standort Ulm vor, das sich mit einer direkten Umsetzung der Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in industrielle Raumfahrtanwendungen befasst. Dies erfordert Schlüsseltechnologien, die auch für terrestrische Anwendungen eine besondere Bedeutung besitzen. Das Institut in Ulm wird daher eine enorme Hebelwirkung entfalten. 

Zunächst sah es danach aus, dass lediglich die Einrichtung einer Forschergruppe möglich wäre, wodurch sich der im Nachtragshaushaltsentwurf verankerte Mittelansatz erklärt. Durch die Bemühungen der Wirtschaftsministerin ist es nun aber sogar gelungen, auch schon den unmittelbaren Aufbau des Instituts zu erreichen.