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11.12.2017

PM 173/2017 Leistung, Verbindlichkeit und Qualität müssen die Leitlinien in der Bildungspolitik sein

Vorsitzender CDU-Landtagsfraktion Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL und der bildungspolitische Sprecher Karl-Wilhelm Röhm MdL erklärten heute (11. Dezember) zur Diskussion um die Oberstufe an der Gemeinschaftsschule und dem Schulversuch „Grundschule ohne Noten“:

"Gerade vor dem Hintergrund der jüngsten Bildungsstudien VERA-3, IQB Bildungstrend und IGLU müssen Leistung, Verbindlichkeit und Qualität die Leitlinien in der Bildungspolitik sein. Für die CDU-Fraktion bedeutet das, dass die Oberstufe an der Gemeinschaftsschule der des allgemein bildenden Gymnasiums entsprechen soll und das wir auch keine Neuauflage des Schulversuchs 'Grundschule ohne Noten' brauchen. Wir stellen die Qualität ins Zentrum unserer bildungspolitischen Strategie.

Die CDU-Fraktion bekräftigt ihre Auffassung, dass vor dem Hintergrund von schulischer Qualität und sprachlicher Nachhaltigkeit in der Oberstufe an Gemeinschaftsschulen entweder die Fremdsprache Französisch in der Oberstufe fortgeführt oder eine 3. Fremdsprache erlernt wird, die dann von der Klasse 11 bis Klasse 13 belegt werden muss. Eine qualitative Absenkung des Leistungsniveaus am allgemein bildenden Gymnasium steht mit Blick auf die Bedeutung moderner Fremdsprachen für den Standort Baden-Württemberg und im Blicke der Leistungsvergleichsstudien für uns nicht zur Disposition. Wir wollen, dass die Vergleichbarkeit des gymnasialen Niveaus im Land gewährleistet ist.

Beim Schulversuch 'Grundschule ohne Noten' fand keine wissenschaftliche Begleitung statt. Eine nachträgliche Evaluation ist für uns nicht zielführend. Für eine einheitliche, objektive Leistungsbewertung im Schulbereich bedarf es leistungsorientierter Noten. Diese gehören zu einer klaren Rückmeldung an die Schüler, wie gut sie sind oder wo es Nachholbedarfe gibt. Aus der Wirtschaft gibt es bereits viele Klagen über mündlich übermittelte Leistungsbeurteilungen. Hier müsse erst aufwendig und in der Praxis überprüft werden,  wie der wirkliche Leistungsstand sei. Wir teilen daher die Auffassung unserer Kultusministerin, diesen Schulversuch auslaufen zu lassen."