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10.01.2018

Qualitätsentwicklung in verschiedenen Schularten

Unter dem Leitgedanken „Qualität von Schule und Unterricht stärken“, besuchte der Arbeitskreis Bildung gemeinsam mit Kultusstaatssekretär Volker Schebesta das Bildungszentrum Ritter von Buss in Zell am Harmersbach.

Das Bildungszentrum ist eine Verbundschule aus Grundschule mit angegliederter Grundschulförderklasse, Werkrealschule und Realschule, das ca. 710 Schüler aus dem großen Einzugsgebiet Zell der 8.000 Einwohner zählenden Stadt am Westrand des Schwarzwaldes besuchen.

Im Mittelpunkt der Exkursion stand die begabungsgerechte Förderung der Schüler. Insbesondere die traditionellen Verbundschulen haben darin eine große Erfahrung. Im Gedankenaustausch mit dem Schulleitungsteam sowie mit Vertreterinnen und Vertretern der Schulgemeinschaft wurden Aspekte der Qualitätsentwicklung in den einzelnen Schularten angesprochen. Die Elternvertreter begrüßen in diesem Kontext das offene Ganztagsangebot, das flexibel und bedarfsgerecht sei.

Im Gespräch mit Rektoren von Realschulen des Wahlkreises Offenburg informierten sich die AK-Mitglieder über die Umsetzung des Konzepts „Stärkung der Realschule“. „Die bewährte und erfolgreiche Realschule soll attraktiv und leistungsorientiert bleiben“, so AK-Vorsitzender Karl-Wilhelm Röhm. „Daher bedarf es einer qualitätsvollen Antwort auf die gestiegene Heterogenität der Schülerschaft vor Ort.“

Ab Klasse 7 kann die Realschule in den Hauptfächern sowie Naturwissenschaften Schüler binnendifferenziert oder in leistungshomogenen Gruppen fördern und ab Klasse 8 für begabte Schüler Kurse auf erweiterten, gymnasialen Niveau anbieten.

„Mit dem neuen Rahmen im Schulgesetz haben die Realschulen die gewünschte Freiheit, zur Vorbereitung der Abschlüsse auf ihre jeweilige Situation zu reagieren. Mit den aufwachsenden zusätzlichen Stunden unterstützen wir die Schulen ebenfalls“, sagte der Abgeordnete im Wahlkreis und Staatssekretär im Kultusministerium Volker Schebesta.

Zur individuellen Förderung nahmen die AK-Mitglieder Einblick in den Unterricht und besuchten die sogenannte „Inselstunde“, in der Schüler auf ihrem jeweiligen Niveau zu eigenständigen, konzentrierten Lernen herangeführt werden. Dabei erhalten die Schüler konstruktive Unterstützung und ein regelmäßiges Coaching des Lehrertandems.