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18.08.2017

Thema Mobilität der Zukunft anpacken!

Claus Paal MdL, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, appelliert an die Automobilindustrie im Land, sich beim Thema ‚neue Antriebstechnologien‘ im Sinne des Industriestandortes Baden-Württemberg noch mehr einzusetzen:

„Wir dürfen die Weiterentwicklung der Mobilität nicht verschlafen! Für Baden-Württemberg ist es existenziell, unsere führende Position in diesem Bereich auch bei zukünftigen Technologien und Konzepten zu behalten. Diesen Wandel müssen wir ergebnisoffen aktiv mitgestalten“, so Claus Paal MdL angesichts der aktuellen Debatte. „Wir wollen und werden der Automobilindustrie dabei keine Vorgaben aufzwingen, aber wenn ein Logistikkonzern wie die Deutsche Post mangels Angeboten selbst Elektrotransporter unter dem Namen ‚Streetscooter‘ produzieren muss, sollte das ein überdeutlicher Warnschuss für den Automobilstandort Baden-Württemberg sein. Wir werden neben der immer noch notwendigen und möglichen Weiterentwicklung der bestehenden Technologien auch sprunghaft kommende neue Entwicklungen erleben. Die Elektromobilität ist sicherlich eine davon, ob es aber die einzige sein wird, ist nicht sicher“.

Im Sinne der gesamten Wirtschaft, so Claus Paal MdL, gelte es das Land zu einem Zentrum modernster Mobilität zu entwickeln. Das Potential, nicht nur die besten Autos von heute, sondern auch die beste Mobilität von morgen zu bauen, sei nirgends in größerem Maße vorhanden als in Baden-Württemberg. Der technologische Wandel dürfe daher nicht verschlafen werden. Selbst wenn derzeit die Nachfrage beispielsweise nach Elektrofahrzeugen noch gering sei, so werde laut Experten Anfang der 2020er-Jahre der Markt massiv an Fahrt gewinnen. „Wir sollten nicht den Fehler Kaiser Wilhelms II. machen, der auch dann noch an das Pferd glaubte, als die neue Technologie längst erkennbar war“, fordert Claus Paal MdL.

„Die derzeitige Situation erinnert an die Einführung des Abgaskatalysators in den späten 1980er Jahren. Damals sperrte sich die deutsche Automobilindustrie gegen die neue Technologie und lancierte Horrorgeschichten über den Kat und dessen Kosten. VW-Chef Carl Hahn verstieg sich sogar zu der Aussage, dass er lieber ein Auto ohne Kat als ein Auto weniger verkaufen würde. Und dennoch kam es schließlich doch zu einem fruchtbaren technologischen Wettbewerb zwischen den Herstellern, an dessen Ende der heute für uns alle selbstverständliche Abgaskatalysator stand. Im Bereich der neuen Antriebstechnologien sollte es genauso laufen, wenn wir unsere Spitzenstellung nicht verlieren wollen“, fordert der Schorndorfer Landtagsabgeordnete.

Die abschließende Mahnung von Claus Paal MdL lautet daher: „Baden-Württemberg und seine Automobilindustrie müssen aufwachen! Wir dürfen nicht zu den Kutschenbauern des 19. Jahrhunderts werden, deren Namen heute niemand mehr kennt trotz einstmaliger Weltmarktführerschaft. Wir schaffen den Wandel aber nur, wenn wir ihn auch anpacken. Und wir haben das Potential eine Mobilität zu erfinden, die dieser Welt Nutzen bringt.“