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13.11.2018

Wie gut ist Baden-Württemberg auf den Wolf vorbereitet?

Sabine Kurtz MdL und Sabine Hartmann-Müller MdL besuchen mit Vertretern des Landratsamts Waldshut den Wolfspfad in Höchenschwand-Strittberg.

Die landes- und bundesweite Diskussion zeigt deutlich: wo Wölfe auftauchen, ist die Verunsicherung groß. Das von Seiten der Europäischen Union streng geschützte Wildtier kann jederzeit aus dem nahegelegenen Schweizer Calanda-Massiv im Südschwarzwald auftauchen oder auch, wie im Nordschwarzwald, aus ferneren Regionen zuwandern. Umso wichtiger sind klare Leitlinien, wie mit der Rückkehr des Wolfs umgegangen werden soll. Für Sabine Kurtz zeigt sich auf dem Wolfspfad deutlich, welchen inneren Zielkonflikten der Natur- und Artenschutz ausgesetzt ist: „Jahrelang haben wir uns bemüht, mit Hilfe von Weidetieren die Landschaft offen zu halten. Ziel der CDU war es immer, dass kein Tal zuwächst oder verbuscht. Wir wollen unsere Kulturlandschaft auch weiterhin offen halten für die Menschen und die Bewirtschaftung.“ Die Rückkehr des Wolfes gefährde Ziegen, Schafe, Kühe und andere Weidetiere und mache es besonders für viele kleinere Nutztierhalter unattraktiv, sich weiterhin dieser Landwirtschaft zu widmen. Dabei sei sie gerade für die Landschaftspflege und Biodiversität unverzichtbar. Deshalb müsse es auch im Sinne des Naturschutzes möglich sein, den Wolf aus dicht besiedelten und stark beweideten Gebieten herauszuhalten.

„Aufklärung und Dialog zum Thema Wölfe“ stehen für Landrat Dr. Martin Kistler  bei dem landesweit einzigartigen Projekt Wolfspfad im Vordergrund. Die Waldshuter Experten, die sich mit den beiden Landespolitikerinnen in der Wolfshütte zum Gespräch trafen, sehen noch viele offene Fragen. Monitoring, Ausgleichszahlungen, Tierhalterhaftung oder naturschutzrechtliche Konsequenzen bei der Anwesenheit von Wölfen – es gibt handfeste Probleme zu lösen. Für Sabine Hartmann-Müller ist klar: „Nur, wenn die Sorgen der Menschen ernst genommen und die noch offenen Fragen beantwortet werden, wird es eine Akzeptanz für den streng geschützten Wolf geben.“