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02.03.2018

Wir alle wollen ein lebendiges Schulleben!

Bildungspolitischer Sprecher Karl-Wilhelm Röhm MdL zur Problematik der Unterrichtsausfälle an den Schulen im Land:

"Wir werden, egal wie wir versorgt sind, nie erreichen, dass generell kein Unterricht ausfällt. Es ist immer die Frage, was kommt auf einer Seite dazu und was geht auf der anderen Seite weg. Wir alle wollen ein lebendiges Schulleben. Deswegen akzeptieren wir das auch. Jetzt kommen wir zu einem zweiten Punkt: Was ist zu tun, wie kann das am besten geregelt werden? Wir haben einerseits MAU-Stunden, Mehrarbeitsunterrichtsvergütung, wir haben andererseits Vertretungslehrer – taugen diese Instrumente? In einem gewissen Bereich ja. Aber wie soll ich denn bitte schön Lehrer motivieren, wenn unter Ihrer Verantwortung dem Lehrer nicht mehr monatlich die Mehrarbeit vergütet wird, sondern am Ende des Jahres abgerechnet wird, ob er überhaupt etwas kriegt?

Das heißt, wenn der Lehrer am Schuljahresende vorgerechnet bekommt, dass seine Abiturklasse drei Wochen vor dem Schuljahresende weg war und das dann gegengerechnet wird, so kann man die Leute nicht motivieren, und das ist nun einmal unter Ihrer Verantwortung so geschehen. Auch darüber müssen wir nachdenken.

Was ist nun das probateste, geeignetste Mittel, um das schulintern regeln zu können? Ich persönlich bin ein großer Freund, und die Fraktion sieht es ebenso, davon, dass wir den Schulen gute Möglichkeiten geben. Das ist das eine. Sie haben es angesprochen, Herr Kollege Kleinböck. Sie sprachen von einer 105-/106prozentigen Unterrichtsversorgung; das kann helfen. Aber leider passt es fächerspezifisch nicht immer. Es nutzt mir nichts, wenn ich eine Reserve habe und das passt nicht mit den Lehrern zusammen, die erkrankt sind. Dann brauche ich andere Lösungen. Deswegen plädiert unsere Fraktion für eine Flexibilisierung der Arbeitszeit der Lehrer."